Hörtheatrale

Frankenstein oder der moderne Prometheus

nach Mary Shelley

13

März
In einer regnerischen Novembernacht erweckt der begabte Student Viktor Frankenstein eine schauerliche Kreatur zum Leben. Und verwandelt damit ein Experiment, das aus Liebe zur Wissenschaft begann, zur schrecklichen Realität. Denn das Geschöpf beginnt zu töten…

Über die Inszeniereung

Im frühen 19. Jahrhundert lag die Idee, einen künstlichen Menschen zu kreieren, in der Luft. Wissenschaft, Technik und Industrie entwickelten sich rasant, der Wille zum Wissen ließ ungeahnte Früchte reifen, gleichzeitig drängte die später von Adorno und Horkheimer zugespitzte Frage ins Bewusstsein, ob Aufklärung und Fortschritt wirklich besseres Leben ermöglichten oder womöglich den Keim des Verderbens bereits in sich trugen. Horror entsteht durch Nähe zur Wirklichkeit, sei sie psychologischer oder naturwissenschaftlicher Art. In Zeiten avancierter Genforschung und Robotertechnik erscheint die Fiktion von der Wirklichkeit eingeholt.

Frankenstein ist einmal mehr eine aufwendige, sehr sehens-und vor allem hörens­werte Produktion. Man lernt Zuhören, ge­steuert von einer schönen Sprache und tollen, geschulten Stimmen.

Uwe Badouin / Oberhessische Presse