Das schwatzende Herz & Das Pedel und die Grube

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E.A. Poe im Lomonossowkeller
E.A. Poe im Lomonossowkeller
E.A. Poe im Lomonossowkeller
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E.A. Poe im Lomonossowkeller
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E.A. Poe im Lomonossowkeller
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Project details

  • nach den Geschichten von: Edgar Allan Poe

    Inhalt


    “Ich höre viele Dinge im Himmel und auf der Erde, und ich höre viele Dinge in der Hölle. Ihr hört es auch. Und das Soll Wahnsinn sein?” Der Protagonist hat einen alten Mann ermordet, weil ihn dessen blassblaues Auge gestört hat. Er will den Zuhörern beweisen, dass er nicht wahnsinnig ist. Ausführlich schildert er seine Tat und offenbart dabei seine Psychose. Viel Stoff für Live-Hörspiele: Schwarze Romantik pur im Mauergewölbe des Lomonossowkellers.

    Edgar Allan Poe fasziniert. Auch über 150 Jahren nach seinem Tod.

    Ist doch die schwarze Seite der heutigen Kultur undenkbar ohne ihn. Schaut man sich zum Beispiel Hitchcocks Filme an, findet man allerhand Parallelen – Norman Bates altes Wohnhaus in „Psycho“ erinnert stark an das Haus der Familie Usher (Der Fall des Hauses Usher); oder wenn Bates sich langsam dem Duschvorhang nähert, das Messer in der Hand, kein Geräusch verursachend, könnte man meinen, der Ich-Erzähler aus der Geschichte „Das schwatzende Herz“ schleicht sich an, um den alten Mann zu ermorden. Ohne Poe hätte es Sherlock Holmes nie gegeben, weist doch Doyles Held alle Eigenschaften eines „Dupin“ auf, dem ersten Detektiv der Kriminalliteratur. (Der Doppelmord in der Rue Morgue).


    Produktion

    Über das Stück


    Aber was ist so faszinierend? Was lässt uns erschauern?

    Poe entfesselt die Erzählung und auch den Erzähler von den Zwängen der Vernunft. Gibt dem Mörder Zeit, seine Geschichte mitzuteilen und lässt uns, den Leser oder Zuhörer, den Raum nachzuspüren. In Poes Erzählung „Die schwarze Katze“ heisst es: “Wer hat nicht schon hundert Mal eine gemeine oder dumme Handlung begangen, einzig und allein, weil er wusste, dass er eigentlich nicht so handeln sollte! Haben wir nicht eine beständige Neigung, das Gesetz zu übertreten, nur weil wir eben wissen, dass es Gesetz ist?« Fast scheint es so, als würden Poes Figuren stellvertretend für uns handeln, weil wir die hämische Stimme, die uns beständig auffordert „Tu es“, überhören. Der Mann in “Das schwatzende Herz” entkommt dieser Stimme nicht. Er plant einen Mord, mit unglaublicher Präzision, nur weil ihn das Auge des Nachbarn ärgert. Nichts scheint ihn von seinem Plan und seiner Ruhe abzubringen.

    Ein anderes Thema

    … ist Verzweiflung und die damit zusammenhängende Qual. Für Poe aber sind gerade sie Bedingung für Rettung, wie in: “Die Grube und das Pendel”, das zweite Stück an diesem Abend. Mitten in der Katastrophe, überkommt den Helden die kalte Vernunft und er kann handeln. Die Oberfläche der menschlichen Vernunft ist nichts als brüchiges Eis. Poe: „Alles, was wir scheinen und schaun ist nichts als ein Traum in einem Traum“. 1 Stunde (ohne Pause)


    Team


    Daniel Sempf
    Daniel Sempf
    Künstlerischer Leiter
    Stefan Gille
    Stefan Gille
    Schauspieler

    Termine


    noch keine



    Presse


    Edgar Allan Poe

    Stefan Gille haucht Edgar Allan Poe Leben ein. Bleich geschminkt und von Nebelschwaden umhüllt saß Stefan Gille vor seinen Zuhörern auf einem Stuhl und las vor. Marburg. Mal mit wahnhaft verzerrtem Gesicht, mal mit steinerner Miene formte der Schauspieler die Worte des Altmeisters der Horrorliteratur Edgar Allan Poe, dessen Klassiker ihre Wirkung im alten Steingewölbe des Lomonossow-Kellers am Markt voll
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