Das kalte Herz

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Das kalte Herz nach W. Hauff
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Das kalte Herz nach W. Hauff
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Project details

  • nach einer märchenhaften Erzählung von : Wilhelm Hauff
  • Textfassung & Regie : Daniel Sempf
  • Fotos : Isabel Streibig
  • gefördert durch : Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst Wiesbaden

Inhalt


Eiskalt geht es in der Leistungsgesellschaft zu. Geld regiert die Welt. Wer keins hat bleibt am Rande. Moralische Bedenken spielen keine Rolle oder werden ausgeblendet. Wilhelm Hauff greift das altbekannte Problem in seiner 1827 veröffentlichten  Erzählung auf.

Peter Munk ist mit seinem Leben unzufrieden.

Es wird von der Gesellschaft ausgeschlossen und verachtet, nur  weil er dem dreckigen „Köhlerhandwerk“ nachgeht und was er verdient, reicht kaum zum Leben. Holzkohle ist nicht viel Wert, Steinkohle und Öl sind viel gewinnbringender. Aber Peter will dazugehören und  glaubt, im Reichtum sein Glück zu finden. So bleibt ihm keine andere Möglichkeit als sich mit dem Bösen zu verbinden: Der Holländermichel (Stefan Gille), ein mächtiger Waldgeist,  verlangt Peters Herz und macht ihn dafür reich. Peter wird empfindungslos und eiskalt.  Von nun an gilt seine ganze Aufmerksamkeit dem Geld und wie man es vermehren kann, egal wie. Und wer ihn daran hindert, muss um sein Leben fürchten.  Als er jedoch seine Frau erschlägt, setzt er alles dafür ein, um sein Herz zurück zu erlangen.


Produktion

Über das Stück


Die Hörtheatrale Marburg, unter der Regie von Daniel Sempf,  hat aus diesem brisanten und aktuellen Stoff eine aufwendige, dunkle und mystische Livehörspiel-Inszenierung gemacht, die sich an alle ab 12 Jahren wendet. Die Musik, eigens für dieses Stück komponiert und produziert, stammt von Ben Streibig und für die Soundinstallation zeichnet Daniel Sempf verantwortlich.



Team


Ben Streibig
Ben Streibig
Sounddesign und Musik
Daniel Sempf
Daniel Sempf
Künstlerischer Leiter
Franziska Knetsch
Franziska Knetsch
Schauspielerin und Sängerin
Stefan Gille
Stefan Gille
Schauspieler

Termine


noch keine



Düsteres Märchen über die Gier

Mit beeindruckenden Effekten spielte das Ensemble um Leiter Daniel Sempf das märchenhafte Stück „Das kalte Herz“ im Lomonossow-Keller.

Marburg. Mit Geschichten wie Dracula oder von Sherlock Holmes wurde die Hörtheatrale bekannt – auch über die Grenzen Marburgs hinaus. Mit „Das kalte Herz“ wird es nun bei den Schauspielern rund um den künstlerischen Leiter Daniel Sempf nach „Rapunzel“ wieder märchenhaft. „Das kalte Herz“, das ursprünglich in die Erzählung „Das Wirtshaus am Spessart“ eingebunden ist, beschäftige ihn schon seit seiner Kindheit, erzählt Sempf im OP-Gespräch. Aber auch das Märchen sorgt für düstere Stimmung im Lomonossow- Keller.

Peter Munk (Roman Pertl) übernimmt nach dem Tod ​seines Vaters die Geschäfte als Köhler – ein Elendleben, wie er empfindet. „Wir haben nichts. Wir sind nichts“, klagt er seiner Mutter (Franziska Knetsch). Er beneidet die hochangesehenen Männer im Wirtshaus, wie den Holzgroßhändler Echeziel (Stefan Gille). Ausweg aus seiner ​- Situation sieht er in Magie und macht sich auf die Suche nach dem Waldgeist Schatzhauser. Am Ende gerät er doch in die Hände des bösen Geists Holländermichel, der zum Tausch sein Herz fordert. Aber auch dieser Handel macht den ehemaligen Kohlenmunk-Peter nicht glücklich. Neu im Bunde der sprechenden Schauspieler ist Roman Pertl, der bleich geschminkt den Kohlen-Peter übernimmt. Ihm zur Seite stehen in verschiedenen Rollen Hörtheatrale-„Urgestein“ Stefan Gille, den meisten als Sherlock-Holmes-Sprecher bekannt, sowie Franziska Knetsch. Daniel Sempf sitzt dieses Mal nicht mit auf der Bühne – ist aber als Erzähler zu hören. Bei dieser Produktion sorgt er hinter dem Publikum für die akustischen und visuellen Effekte. Mit Stimmen vom Band, die von allen Seiten erklingen und Lichteffekten wird das Publikum in die düstere Märchenwelt gezogen. So gibt es Regen in Surround-Sound und hier und da sorgen auch die drei Schauspieler auf der Bühne für Effekte, wie das Knistern eines Feuers. Natürlich darf Franziska​- Knetsch als Peters große Liebe Lisbeth auch singen. Ganz so glücklich wie im Märchen geht die Interpretation der Hörtheatrale allerdings nicht aus. Ein Happy End sei für ihn zu unrealistisch, so Sempfs ​Begründung. Denn dieser Urinstinkt, stets mit der eigenen Situation unzufrieden zu sein, sei tief in den Menschen verankert und nicht so einfach wegzunehmen.
von Mareike Bader Oberhessische Presse 13.12.2016