Mühlenhof Steinmühle

Steinmühle Marburg

in der Marburger Oberstadt

Mühlenhof | Steinmühle

Mühlenhof |Ansicht Bühne


Zur Geschichte der Steinmühle


Die erste urkundliche Erwähnung der Steinmühle stammt aus dem Jahr 1299 und wird als „Keppelremule“ bezeichnet; erst 1496 erscheint sie unter ihrem heutigen Namen. Zu jener Zeit wurde der massive Steinbau errichtet mit bis zu 2,25m dicken Mauern, der ihr den Namen gab. Am Ende des 15. Jahrhunderts geht die Steinmühle in den Besitz der Landgrafen über, wird zunächst von diesen bewirtschaftet und nach Lehnsrecht von Müllern der Region betrieben (Mühlenbann). Erst 1850 ging die Mühle per Gesetz in Privatbesitz über und wurde verpachtet. Danach wechselten mehrere Besitzer, u.a. die Vorfahren des heutigen Hotelinhabers Carlé in Cappel. Als Getreide-Mühle wurde sie 1935 stillgelegt, 1949 von Gerhard Buurman gepachtet und 1958 käuflich erworben.

Das Mühlengebäude steht unter Denkmalschutz und hat eine Besonderheit: der eichene Dachstuhl wird ohne eiserne Nägel und Bolzen zusammengehalten. Die dicken Mauern und die winzigen Dachfenster sorgten im Mittelalter dafür, die Mühle vor räuberischen Überfällen zu schützen, denn die Steinmühle lag in der Nähe des Handelsweges Köln-Leipzig.

Die Mühle blieb nach der Renovierung 1951 in ihrer Grundstruktur erhalten. Sie dient jedoch dem Internatsbetrieb des 1949 gegründeten Landschulheims Steinmühle und wird bewohnt von Schülern der Mittel- und Oberstufe. Die Internatsschule hütet die Tradition der Steinmühle, indem sie in ihrem Wappen und Logo ein Wasserrad führt.

INFOS


Steinmühlenweg 21, 35043 Marburg

Parkplätze gibt es reichlich. Oder sie fahren mit dem Rad gemütlich die Lahn Richtung Giessen entlang.

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